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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.

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Wenn die Umwelt krankt, merken die Kinder es zuerst. Sie reagieren am empfind- lichsten auf negative Umwelteinflüsse. Weltweit entfallen 40 Prozent der durch Umweltgefahren ausgelösten Krankheiten auf Kinder unter fünf Jahren, so die WHO, und immer mehr Fakten deuten darauf hin, dass die Umwelt der Gesundheit unserer Kinder schadet. Jedes Jahr sterben weltweit fünf Millionen Kinder an umwelt- bedingten Krankheiten, vor allem in den Entwicklungsländern..

Die größten Gefahren für die Gesundheit der Kinder lauern aber gerade dort, wo sich Kinder am sichersten fühlen sollten: zu Hause, in der Schule und in ihrem Lebensumfeld. Verunreinigtes Wasser, verschmutzte Luft sowie der mangelnde Zugang zu sanitären Anlagen sind Gefahren, die Kinder am härtesten treffen. Umweltbedingt erkranken Kinder am häufigsten an Durchfall, an den Atemwegen und an Malaria.

In Europa ist eine Zunahme von Asthma und Allergien deutlich zu erkennen. Nach Angaben der Weltgesund- heitsorganisation hat die Zahl der unter Asthma- symptomen leidenden Kinder in den 20 Jahren zwischen 1975 und 1995 um 200 Prozent zugenommen. In den Ländern der Europäischen Union sind Allergien die am häufigsten vorkommenden chronischen Krankheiten in der Kindheit - in manchen dieser Länder leidet jedes vierte Kind an einer Allergie. Durchschnittlich zeigen zehn Prozent der Kinder Asthmasymptome, wobei die Rate in Westeuropa bis zu zehn Mal höher ist als in osteuropäischen Ländern.

Neben genetischen Faktoren, sind es eine Reihe von Umweltfaktoren wie Passiv- rauchen oder schlechte Innenraum- und Außenluft die zum Auftreten von Allergie- erkrankungen beitragen. Europäische Säuglinge und Kleinkinder verbringen die meiste Zeit in geschlossenen Räumen. Dort sind sie ständig Stoffen ausgesetzt, die sie krank machen können: Tabakrauch, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare oder Zusätze in Farben, Waschmittel und Cremes.

Weitere umweltbedingte Erkrankungen sind auf die Schadstoff- und Lärmbelastung durch den zunehmenden Straßenverkehr, auf Gefahren durch belastete Nahrungs- mittel und umweltverschmutzte Gewässer sowie auf die fehlenden Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für Kinder zurückzuführen.