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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.

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Umwelterkrankungen nehmen zu. Hieran gibt es keinen Zweifel! Als "alarmierend" gilt der EU-Kommission insbesondere die Entwicklung bei Asthma und anderen Atemwegserkrankungen. Jedes siebte Kind in Europa ist heute davon betroffen. Die Zahl der Fälle hat sich seit den 70er Jahren verdoppelt, wie die Weltgesund- heitsorganisation WHO errechnete. Umwelteinflüsse sind dafür massgeblich. Es gibt immer mehr Belege dafür, dass die Luftverschmutzung zum Ausbruch der Krankheit führt.

Viele Kinder haben eine erbliche Veranlagung für Asthma. Aber ohne die Luftschadstoffe würde die Krankheit nicht ausbrechen. Die Schadstoffe legen den Schalter erst um, wenn man so will. Und sie können die Krankheitssymptome später noch ver- schlimmern.

Ein Grund für die Häufung von Atemwegserkrank - ungen ist der Schadstoff-Ausstoß von Autos. Es ist der Feinstaub, der so klein ist, dass er tief in die Lunge eindringt. Diese Teilchen stammen vor- wiegend aus dem Russ von Automotoren.

Auch andere Schadstoffe aus dem Autoabgas erreichen noch immer gesundheits- bedenkliche Aussenkonzentrationen. Zum Beispiel Benzol. Der krebserregende Stoff steht im Mittelpunkt eines Forschungsprojektes in vorerst zehn europäischen Hauptstädten.

Kinder sind den Luftschadstoffen dabei stärker ausgesetzt als Erwachsene: Man muss sie als besonders empfindlich ansehen. Die gesteigerte Empfindlichkeit ergibt sich durch ihren erhöhten Grundumsatz und das Fehlen von körpereigener Entgiftung. Besonders in Wachstumsphasen sind Kinder extrem gefährdet. Foeten sind extrem empfindlich auf im Fettgewebe gespeicherte Gifte. Die Leber Neugeborener hat keine Möglichkeit aufgenommene Giftstoffe abzubauen. Kinder wiegen weniger als Erwachsene und atmen in Relation zum Körpergewicht mehr Schadstoffe ein. Ausserdem sind sie kleiner und dadurch näher an der Quelle der Autoabgase. Auch alte Menschen haben durch die Organalterung die gleiche Empfindlichkeit.