Alle Wesen der Erde brauchen Luft zum Leben. Der Mensch, die Tiere und die Pflanzen. Die Gefahren, die für den Menschen durch belastete Luft ausgehen, sind enorm. Mit jedem Atemzug gelangen Gase wie Stickstoffdioxid und Ozon sowie tausende von feinen Partikeln in unsere Atemwege und die Lunge. Sie werden in den Bronchien und den Lungenbläschen abgelagert und können dort wirken. Je kleiner die Partikel sind, desto tiefer dringen sie in die Lunge ein. Bei übermässigen Schadstoffbelastungen treten vermehrt Beschwerden und Erkrankungen der Atemwege bei Kindern und Erwachsenen auf wie Atemnot, chronischer Husten und Auswurf, Bronchitis und chronische Bronchitis sowie Atemwegsinfektionen. Für bereits erkrankte Personen stellt die Luftverschmutzung eine weitere Belastung dar. Je höher die Schadstoff- belastungen in der Luft, desto kürzer sind die beschwerde- freien Phasen. Die verschmutzte Atemluft führt zu einer Verminderung der durchschnitt- lichen Lungenkapazität sowie zu vermehrten Notfallaufnahmen und Krankenhausaufenthalten wegen Atemwegserkrankungen. Sie bewirkt auch eine Verkürzung der Lebenserwartung: Die Zahl der Todesfälle und die Gesamtsterblichkeit wegen Atemwegs-, Herz-, Kreislauf- und Lungenkrebs-Erkrankungen nehmen zu.Luftschadstoffe haben bei erhöhten Konzentrationen direkte akute und chronische Auswirkungen auf Pflanzen. Zum Beispiel bewirken hohe Ozonkonzentrationen im Sommer sichtbare Schäden an Blättern und Nadeln. Länger andauernde Ozon- belastungen haben Wachstumseinbussen zur Folge, die sich bei landwirtschaftlichen Kulturen als Ernteverluste manifestieren können. |