>> ADHS Rund fünf Prozent der Schulkinder sind nach Angaben von aktuellen Studien von dieser Erkrankung betroffen – mit steigender Tendenz. Das Krankheitsbild ist kompliziert: Bewegungsunruhe, Konzentrationsschwäche, langsames Arbeitstempo, schnelles Aufbrausen, häufiges Dazwischenreden oder mangelndes Sozialverhalten sind häufig ein Anzeichen für ADHS. Auch Allergien und Nahrungsmittelunver- träglichkeiten werden als Auslöser genannt. >> Adipositas Unsere Kinder nehmen zu. Veränderte Lebens- und Eßgewohnheiten lassen sie immer dicker werden. Die Ausmaße des Problems sind in den letzten zwanzig Jahren gewaltig angewachsen. Kinder und Jugendliche sind schon in jungen Jahren gefährdet Gelenkprobleme, Typ 2 Diabetes oder Bluthochdruck zu entwickeln. Etwa dreißig Prozent aller übergewichtigen oder fettsüchtigen Vorschulkinder bleiben auch im Erwachsenenalter übergewichtig oder adipös. Die häufigste und bekannteste Umwelterkrankung ist die Allergie. Die Zunahme der Allergien wird begünstigt durch ein immer empfindlicheres Immunsystem, das durch die Vielzahl von Umweltbelastungen geschwächt ist. Aber auch das häusliche Umfeld mit Hausstaubmilben, Tierhaaren und Schimmelpilzen oder die Nahrungsaufnahme mit behandelten Nahrungsstoffen oder Zusatzstoffen fördert die allergischen Erkrankungen. >> Asthma Asthma ist die häufigste chronische Krankheit im Kindesalter. Asthma kann die verschiedensten Auslöser haben. Für Kinder mit empfindlichem Bronchialsystem können schon Küchendünste und starke Gerüche aller Art, vor allem aber Temperaturveränderungen, Tabakrauch, Smogwetterlagen und Auto- oder Industrie- abgase zur Atemnot führen. Auslöser asthmatischer Beschwerden sind häufig aber auch allergischen Ursprungs. >> Depressionen und AngststörungenIn Deutschland leiden immer häufiger Kinder und Jugendliche unter psychischen Erkrankungen. 8% leiden unter Angststörungen und 5% unter Depressionen, die so einschränkend sind, dass sie behandelt werden müssen. In Behandlung sind jedoch nur die wenigsten. Dabei unterschätzen die Eltern meist den Schweregrad der psychischen Störung ihres Kindes. Oft sind Depressionen im Kindes- und Jugendalter keine vorübergehenden Störungen.>> Diabetes Besonders übergewichtige Kinder tragen ein hohes Diabetes-Risiko. Durch die Zunahme von Adipositas (Fettsucht) und zu wenig Bewegung sind immer mehr Kinder und Jugendliche gefährdet, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Kinder mit Diabetes müssen regelmäßig ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren, denn ständig überhöhte Blutzuckerwerte führen zu einem deutlich höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gefäßerkrankungen. Die Haut als größtes Flächenorgan unseres Körpers, das uns vor einer Vielfalt von Einflüssen der Umwelt schützt, kann auch auf vielfältige Weise geschädigt, gereizt und angegriffen werden. So kann eine Hautentzündung durch allergische Ursachen, aber auch mechanischen Reize entstehen. Inzwischen ist die Neurodermitis zur bekanntesten und häufigsten Hauterkrankung im Kindesalter geworden, unter der bereits bis zu 10 % der Säuglinge und Kinder leiden. Einer der Faktoren, der immer wieder im Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs und den stetig steigenden Erkrankungszahlen genannt wird, ist die Umweltbelastung. Besonders Feinstäube, werden vermehrt für Krebserkrankungen verantwortlich gemacht. Sie stammen vor allem aus Autoabgasen und Fabriken und sind klein genug um in die Lungen einzudringen, ohne dass deren natürliche Abwehr anspringt. >> MotorikdefiziteBewegungserfahrungen haben für Kinder eine herausragende Bedeutung ihrer Entwicklung. Einschränkungen in der Persönlichkeitsentfaltung eines Kindes hängen meist mit Einschränkungen im Bewegungsleben zusammen. Motorik und Wahr- nehmung bedingen sich gegenseitig uns stehen in engem Zusammenhang miteinander. Wahrnehmung und Handeln sind eine untrennbare Funktionseinheit. Neben Depressionen und Angststörungen leiden Kinder und Jugendliche vermehrt unter Zwang- und Essstörungen. Auch Umweltschadstoffe wie Schwefeldioxid, Stickoxide und andere Schadstoffpartikel machen Kinder krank. So haben Unter- suchungen ergeben, dass bei einer erhöhten Luftverschmutzung nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Befindlichkeit beeinträchtigt wird. |