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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.

Albert Einstein

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          Kinder ohne Zukunft!

Der Lebensweg ist vorgezeichnet wie auch die organischen und psychischen  Schäden.

            Die Gesundheit der Straßenkinder

Haut-, Magen-, Darm-, Augen- und Atemwegserkrankungen sowie Kopfschmerzen und Nasenbluten sind die am häufigsten festgestellten Krankheiten bei Straßen- kindern. Ursache dafür sind die Lebensbedingungen auf der Strasse.

Mangelnde Hygiene, kein Schutz vor Hitze und Kälte, kein sauberes Wasser, unzureichende Ernährung, Autoabgase, unzureichende Kleidung, das fehlende Dach über dem Kopf – unter diesen Bedingungen bleiben Kinder nicht gesund.

Aufgrund der Ausgrenzung der Kinder findet keine ärztliche Versorgung statt. Erkrankungen werden chronisch. Die zahn- medizinische Versorgung unterbleibt mit zusätzlichen gesund- heitlichen Schädigungen.

Um das Leben leichter ertragen zu können fliehen Kinder und Jugendliche in den Konsum von Drogen.

Diese Kinder sind nicht nur sexueller Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt, sie sind auch eine Risikogruppe für Geschlechts- krankheiten und HIV-Infektionen.

Die HIV-Infektionsrate bei Straßenkindern liegt im weltweiten Durchschnitt zwischen zwei und zehn Prozent. Damit ist ihr Anteil 10 bis 25 mal höher als bei Jugendlichen, die nicht auf der Strasse leben.

Die Gründe für die hohe Ansteckungsgefahr liegen zum einen in der fehlenden oder mangelnden Aufklärung über Schutzmöglichkeiten, zum andern aber auch in einer negativen Einstellung zum Gebrauch von Kondomen: Viele Freier lehnen diese Verhütungsmittel ab.

Die Psyche der Straßenkinder

Straßenkinder haben aber nicht nur körperliche Krankheiten, sondern auch psychische Probleme – Ängste, Phobien und Depressionen, die sie nicht selten in die Selbsttötung treiben. Die psychischen Probleme sind nicht selten Folgen des Drogenkonsums.

Sie haben ein negatives Selbstbild, keine Vorbilder, Minderwertigkeitskomplexe, und fühlen sich unfähig und ungeliebt

Wenn Hunger, Kälte und Verzweiflung Überhand gewinnen, sehen Straßenkinder im Drogenkonsum oft keinen Ausweg aus ihrer Situation.

Die Flucht vor der Realität zu den Drogen bewirkt Diebstähle, Überfälle und Drogenhandel, um die Sucht aufrecht zu erhalten.

Für viele macht es keinen Unterschied, ob sie leben oder sterben, sie verlieren die Liebe zu sich selbst und den Respekt vor sich und vor den andern. Deshalb gehören Mord und Selbstmord zu ihrem Alltag.

 

        Beispiele von Kinderarbeit

Die meisten Kinder arbeiten mehr als 16 Stunden am Tag und dies unter gefährlichen Bedingungen. Sie werden meist von brutalen Aufsehern überwacht. Diese schwere Arbeit hinterlässt oft körperliche und seelische Schäden. Insgesamt arbeiten ca. 250 Millionen Kinder weltweit. Davon stammt der größere Teil aus den Entwicklungs- ländern, aber auch in den Ostblockstaaten hat die Kinderarbeit zugenommen. Der Grund liegt bei der steigenden Armut in den Familien.

Plantagen                                                                     Die Kinder müssen sämtliche Arbeiten auf Plantagen ausüben und moderne Maschinen bedienen, mit denen sie sich gefährlich verletzen. Sie atmen die Chemikalien von Schädlingsbekämpfungs- und Unkrautmitteln ein. Flugzeuge spritzen Felder aus der Luft und treffen dann auch die Hütten, in denen die Kinder leben. Krebs-, Atemwegs- und Hauterkrankungen oder Zeugungsunfähigkeit sind die Folge. Trinkwasser und Lebensmittel werden schwer geschädigt. Krebs-, Atemwegs- und Hauterkrankungen oder Zeugungsunfähigkeit sind die Folge.

Straßenkinder                                                                 Die Zahl der Straßenkinder im Alter von 6-16 Jahren werden weltweit auf 80 – 100 Millionen geschätzt. Viele haben das Elternhaus verlassen, weil die Eltern sich selbst kaum ernähren konnten und sie wegschickten. Die Kinder putzen Schuhe oder verkaufen Tee, Zigaretten, Zeitungen, Lebensmittel oder Blumen. Ihre Kunden suchen sie in Bars oder Gaststätten. Man findet sie aber auch auf viel befahrenen Straßen, wenn die Autos halten müssen. Ständig sie sie den Abgasen der Autos ausgesetzt.

Müllsammler                                                                  Auf den Philippinen leben fast 4000 Kinder auf Payatas, der zweitgrößten Müllhalde des Landes. Die Kinder kennen nichts anderes als den Müll, in dem sie nach recyclebaren Materialien und reparierbaren Gegenständen suchen. Sie verdienen dadurch ihren Lebensunterhalt und sind Müll, Dreck, Bakterien, giftigen Gasen und Chemikalien ausgesetzt.

Teppichknüpfer                                                            Schon in jungen Jahren knüpfen Kinder mit ihren Eltern Teppiche, um zu überleben. Sie müssen unter schlechten Bedingungen arbeiten und sitzen den ganzen Tag in schlecht beleuchteten Räumen am Webrahmen.

Fußbälle                                                                   Achtzig Prozent der Weltproduktion an Fußbällen stammt aus Pakistan. Täglich müssen rund 25.000 Kinder für geringe Entlohnung 2 – 3 Bälle nähen.

Streichhölzer                                                                 In Indien arbeiten ca. 100.000 Mädchen in Streichholzfabriken. Sie sind sehr großer Hitze ausgeliefert und atmen giftige Chemikalien ein.

Steinbrüche                                                                 Die Kinder bauen Rohstoffe ab. Sie atmen permanent den entstehenden Steinstaub, der einen frühen Tod zur Folge hat. Die Arbeit ist gefährlich und es passieren viele Unfälle. Die körperliche Belastung ist enorm, so dass es zu Schäden des Skeletts kommt.

Prostitution                                                                  In Thailand gibt es zwischen 200.000 und 800.000 Mädchen und Jungen, die als Prostituierte arbeiten müssen. Sie werden wie Ware behandelt und an Männer aus den Industrieländern verkauft. Viele von Ihnen haben Aids.