Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein
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Der Boden ist eines der kostbarsten Güter der Menschheit. Er ermöglicht Pflanzen, Tieren und Menschen auf der Erdoberfläche zu leben. Für eine nachhaltige Ent- wicklung ist ein schonender, sparsamer und bewusster Umgang mit der natürlichen Ressource Boden als Grundlage allen Lebens unabdingbar.
Noch immer werden beispielsweise in den Tropen Jahr für Jahr 15 – 20 Millionen Hektar Regenwald vernichtet. Wichtige ökologische Funktionen, die die großen Waldgebiete sowohl regional (Schutz des Bodens vor Erosion, Regulierung des Wasserhaushaltes und des lokalen Klimas) als auch global (CO-2-Speicherung, Klimaregu- lierung) erfüllen, werden immer stärker beeinträchtigt.
Durch die Zerstörung der Lebensräume von Pflanzen und Tieren kommt es zu einem teilweise dramatischen Rückgang der Artenvielfalt. Nach neueren Schätzungen sterben jeden Tag etwa 100 Tier- und Pflanzenarten aus, von denen viele den Menschen noch nicht einmal bekannt sind.
Während bei wachsender Weltbevölkerung der Bedarf an Nahrungsmittel ansteigt, werden gleichzeitig pro Jahr ca. 5 – 7 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche durch Bodenerosion und unangepasste Bewirtschaftung zerstört. Diese Verluste erzwingen in vielen Fällen die Ausweitung oder Verlagerung der Landwirtschaft in bisher unberührte Regionen mit schwerwiegenden Folgen für die Flora und Fauna dieser Gebiete.